Eigene GPTs: Warum du sie brauchst und wie du deinen erstellst
Wie du einen eigenen GPT erstellst, der genau so denkt und arbeitet, wie du es brauchst. Praktische Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Kennst du das? Du versinkst in E-Mails, dein Team stellt die immer gleichen Fragen, und Kunden warten ewig auf Antworten.
Gleichzeitig willst du Inhalte produzieren, dein Marketing optimieren und endlich mehr Zeit für die wichtigen Dinge haben.
Stell dir vor, du hast ein wachsendes Unternehmen und dein Team verliert täglich Stunden mit sich wiederholenden Aufgaben: E-Mail-Antworten, Kundenanfragen und manuelle Datenauswertungen. Laut einer Studie von McKinsey können Unternehmen durch KI-gestützte Automatisierung bis zu 30 % ihrer Zeit einsparen (Quelle: McKinsey & Company).
Hier kommt die Lösung: Ein eigener GPT. Ein KI-Assistent, der genau so denkt, schreibt und arbeitet, wie du es brauchst. Kein generisches BlaBla, sondern eine KI, die dein Business wirklich voranbringt.
Was ist eigentlich ein GPT?
GPT steht für „Generative Pre-trained Transformer" – klingt technisch, ist aber einfach: Eine KI, die Texte versteht, generiert und analysiert.
Unternehmen setzen GPTs ein, um Prozesse zu automatisieren, Inhalte zu erstellen und Daten auszuwerten. Aber ein Standard-GPT kennt dein Unternehmen nicht. Er versteht deine spezifischen Produkte und Dienstleistungen nicht vollständig, gibt oft generische Antworten und kann nicht auf interne Dokumente oder spezielle Branchenkenntnisse zugreifen. Stell dir vor, ein Kunde fragt nach einer spezifischen Funktion deines Produkts, und der Standard-GPT gibt eine allgemeine Antwort, die nicht auf deine tatsächlichen Spezifikationen zutrifft – das kann frustrierend sein und sogar potenzielle Kunden abschrecken. Deshalb brauchst du deinen eigenen!
Exkurs: Wie KI die Produktivität revolutioniert
Eine aktuelle Untersuchung der Harvard Business School hat gezeigt, wie der Einsatz von KI, insbesondere GPT-4, die Effizienz in Unternehmen steigern kann. Die Studie simulierte reale Arbeitsabläufe von Beratern anhand von 18 komplexen Aufgaben. Dabei wurden 758 Teilnehmer in drei Gruppen unterteilt:
- Ohne KI: Die erste Gruppe arbeitete ohne jegliche KI-Unterstützung.
- Mit GPT-4: Die zweite Gruppe nutzte GPT-4 als Hilfsmittel.
- Mit GPT-4 und Optimierungs-Prompts: Die dritte Gruppe erhielt zusätzlich spezielle Eingabehilfen zur Verbesserung der KI-Ergebnisse.
Erkenntnisse aus der Studie
Die Ergebnisse sprechen für sich: Teilnehmer, die KI verwendeten, konnten Aufgaben um 12,2 % schneller abschließen. Die gesamte Bearbeitungszeit für komplexe Arbeitsprozesse reduzierte sich um 21,5 %, während die Qualität der erarbeiteten Lösungen um 40 % gegenüber der Kontrollgruppe ohne KI anstieg. Besonders auffällig: Die Gruppe mit gezielten Eingabehilfen konnte die Effizienz nochmals deutlich steigern. (Quelle: Harvard Business Review)
Warum du nicht mehr ohne einen eigenen GPT arbeiten willst
Jeder, der sich mit Automatisierung und Effizienzsteigerung beschäftigt, kommt also an KI nicht vorbei. Und doch setzen viele noch auf generische Lösungen, die nicht auf ihre Marke zugeschnitten sind. Ein eigener GPT ändert das. Warum? Ganz einfach:
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Erstelle deinen eigenen GPT
- Logge dich ein und starte den GPT-Builder
Melde dich bei ChatGPT an. Klicke auf „Explore" oder gehe direkt zum GPT-Builder: chat.openai.com/gpts/editor. Falls nötig, aktiviere die Beta-Funktionen, um Zugriff zu erhalten.
- Erstelle einen neuen GPT
Klicke auf „Create a GPT". Wähle einen Namen und eine Beschreibung, die klar macht, was dein GPT kann. Lade ein Profilbild hoch – oder lass eines mit DALL·E generieren.
- Definiere grundlegende Funktionen
Welche Aufgaben soll dein GPT übernehmen? Kundenservice? Content-Erstellung? Marktanalyse? Je klarer du das Ziel definierst, desto besser wird dein GPT.
- Konfiguriere dein GPT genau nach deinen Anforderungen
Zwei Bereiche für volle Kontrolle: Während du links deinen GPT konfigurierst, siehst du auf der rechten Seite in Echtzeit eine Vorschau. So kannst du direkt testen, wie er auf Eingaben reagiert, und Anpassungen vornehmen, ohne zwischen verschiedenen Fenstern hin- und herwechseln zu müssen. Gehe zum Reiter „Configure" – hier legst du fest, wie dein GPT denken und reagieren soll.





Definiere Verhalten und Tonalität – soll dein GPT freundlich und locker kommunizieren oder professionell und sachlich sein? Hier einige Beispiel-Prompts:
- „Sprich den Nutzer direkt an und sei motivierend."
- „Halte deine Antworten kurz und auf den Punkt."
- „Erkläre komplexe Themen in einfachen Worten."
- „Nutze eine humorvolle und lockere Sprache."
Lade relevante Dateien hoch – dein GPT lernt aus deinen Dokumenten! Lade Produktinfos, FAQs oder interne Guidelines hoch, damit er spezifische Fragen zuverlässig beantworten kann.
Trainiere deinen GPT mit gezielten Anweisungen – damit dein GPT genau das tut, was du möchtest, kannst du ihm klare Regeln geben. Beispiele:
- „Wenn der Nutzer nach unseren Preisen fragt, verweise ihn auf unsere Preisseite."
- „Falls jemand nach einer Rückgabe fragt, erkläre unsere Rückgaberichtlinien."
- „Wenn eine Frage zu unserem Produkt XY kommt, beantworte sie mit den Infos aus dem hochgeladenen PDF."
Erstelle Beispielgespräche, um zu testen, ob dein GPT richtig antwortet. Falls nicht, passe die Prompts weiter an.
Teste mit realen Nutzern! Lass Kollegen oder Kunden dein GPT ausprobieren und sammle ihr Feedback. Wo gibt es Missverständnisse? Welche Antworten könnten klarer sein? Diese Rückmeldungen helfen dir, die KI weiter zu optimieren.
Wie nutzt du deinen eigenen GPT im Alltag?
Sobald dein GPT veröffentlicht ist, kannst du ihn in deinem ChatGPT-Account unter „Meine GPTs" finden. Hier kannst du ihn starten, testen und bei Bedarf weiter anpassen. Wenn du deinen GPT mit deinem Team oder Kunden teilen möchtest, kannst du einfach den generierten Link weitergeben. Achte darauf, regelmäßig die Antworten zu prüfen und das Modell mit neuen Informationen zu aktualisieren, um die bestmögliche Performance sicherzustellen.
Ein guter Tipp: Definiere klare Use Cases für dein Team. Zeige, wann der GPT am besten genutzt wird, welche Anfragen er beantworten kann und wann es sinnvoll ist, eine menschliche Interaktion hinzuzuziehen. Je besser dein Team weiß, wie es mit dem GPT arbeitet, desto effektiver wird er deinen Arbeitsalltag erleichtern.
Mein Fazit: Jetzt ist der beste Zeitpunkt für deinen eigenen GPT
Die Frage ist nicht mehr, ob du einen eigenen GPT brauchst – sondern wann du startest. Diese Technologie wird deine Prozesse verschlanken, deine Kommunikation verbessern und dir mehr Freiraum für das geben, was wirklich zählt.
Und das Beste? Jetzt kannst du mit deinem GPT auch noch Geld verdienen. Also los: Bau deinen GPT, bring dein Business aufs nächste Level und werde Teil des GPT Stores!
Keynote Speaker, KI-Experte und Unternehmer mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Mit über 600 Vorträgen im deutschsprachigen Raum, als ehemaliger Bundesvorsitzender der Jungen Unternehmer und Aufsichtsrat einer Genossenschaftsbank verbindet er unternehmerisches Denken mit konkreter KI-Expertise.