KI-Governance
Wer darf welche KI mit welchen Daten nutzen? Die Spielregeln dafür.
Datenschutz bei KI bezeichnet die Anforderungen der DSGVO an den Einsatz von KI-Systemen, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden. Dazu gehören eine Rechtsgrundlage, ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, Transparenz gegenüber Betroffenen und bei hohem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Der AI Act ersetzt die DSGVO nicht, er gilt zusätzlich.
Die zentralen Vorschriften sind überschaubar: Artikel 6 DSGVO verlangt eine Rechtsgrundlage, Artikel 28 einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Anbieter, Artikel 35 eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei voraussichtlich hohem Risiko, Artikel 22 schützt vor ausschließlich automatisierten Entscheidungen. Werden Daten in die USA übermittelt, greifen die Artikel 44 ff. — bei zertifizierten Anbietern über das EU-US Data Privacy Framework, das seit Juli 2023 gilt. Verstöße können nach Artikel 83 bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes kosten.
Für den Mittelstand entscheidet sich Datenschutz bei KI weniger in der Rechtsabteilung als am Arbeitsplatz. Bei privaten ChatGPT-Konten etwa können Eingaben zum Training verwendet werden, sofern Nutzer nicht widersprechen; in den Business-Tarifen schließt OpenAI das aus. Der Unterschied zwischen einem privaten und einem freigegebenen Konto ist damit oft größer als der zwischen zwei Anbietern.
Die EU-Kommission hat im November 2025 mit dem Digital Omnibus auch Änderungen an der DSGVO vorgeschlagen, unter anderem zur Nutzung personenbezogener Daten für das KI-Training. Stand Herbst 2026 laufen die Verhandlungen dazu noch.
Wo Datenschutz bei KI (DSGVO) im betrieblichen Alltag konkret wird — Beispiele aus der Arbeit mit mittelständischen Unternehmen.
Nur freigegebene KI-Tools mit Auftragsverarbeitungsvertrag nutzen, keine privaten Konten
Kundennamen und Vertragsdetails vor der Eingabe pseudonymisieren, wo es die Aufgabe erlaubt
Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Artikel 30 DSGVO um KI-Anwendungen ergänzen
Sie wollen Datenschutz bei KI (DSGVO) nicht nur verstehen, sondern im eigenen Unternehmen nutzen?
KI-Audit: Datenschutz und Tools prüfen →Wer darf welche KI mit welchen Daten nutzen? Die Spielregeln dafür.
Verboten heißt nicht ungenutzt. Verboten heißt nur unsichtbar.
Das EU-Gesetz, das KI-Systeme nach Risiko einstuft — und was davon den Mittelstand trifft.
Das Modell zum Mitnehmen: auf eigenen Servern betrieben statt in fremder Cloud gemietet.
Nur unter den Bedingungen der DSGVO: mit Rechtsgrundlage, einem Auftragsverarbeitungsvertrag und einem Tarif, der die Daten nicht zum Training verwendet. Über private Konten ist das in der Regel nicht abgebildet. Die verbindliche Bewertung gehört zum Datenschutzbeauftragten.
Nach Artikel 35 DSGVO dann, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte Betroffener mit sich bringt — etwa bei der Auswertung von Beschäftigtendaten oder bei sensiblen Daten. Für einfache Textentwürfe ohne Personenbezug ist sie meist nicht nötig.
Die EU-Kommission hat im November 2025 Änderungen vorgeschlagen, unter anderem zum berechtigten Interesse als Rechtsgrundlage für KI-Training. Stand Herbst 2026 befindet sich das Paket noch im Gesetzgebungsverfahren — bis dahin gilt die DSGVO unverändert.
Von Datenschutz bei KI (DSGVO) zur Anwendung im eigenen Betrieb: Als Keynote Speaker und KI-Berater zeige ich Entscheidern im Mittelstand, wo KI Arbeit abnimmt — und wo nicht.