„Der Niedergang ist kein Unfall. Er ist eine Entscheidung. Die Rettung auch.“
Jubiläums-Keynote: Deutschland im Wandel bei 40 Jahre Wöhrle
Bewusst wenig KI, viel Haltung. Eine Keynote zum Jubiläum eines Familienunternehmens für unterbrechungsfreie Stromversorgung, mit der Frage, was der Mittelstand selbst tun kann, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Grundlage: mein Buch „Digitaler Suizid“, fortgeschrieben auf heute.
- Veranstalter
- Wöhrle Stromversorgungssysteme ↗
- Anlass & Ort
- 40-jähriges Firmenjubiläum · Leinfelden-Echterdingen
- Format
- Keynote, ca. 30 Min. · Deutsch
- Publikum
- Mitarbeitende, Kunden und Partner aus Industrie und Technik
Was der Veranstalter wollte. Und wer im Saal saß.
Jede Keynote KI beginnt mit einem Briefing-Gespräch. Daraus entstehen Titel, Branchenteil und Use Cases. Das war der Auftrag hier.
Die Aufgabe
Gewünscht war ein Überblick zur deutschen Wirtschaft aus meiner Perspektive, mit Mut zur Veränderung als rotem Faden. Grundlage war mein Buch „Digitaler Suizid“ von 2018, fortgeschrieben auf heute. Ausdrücklich kein KI-Vortrag, sondern ein Vortrag über Haltung.
Das Publikum
Mitarbeitende, Kunden und Partner eines Familienunternehmens für unterbrechungsfreie Stromversorgung: Automatisierung, Maschinenbau, Verteidigung, Medizintechnik, Elektrogroßhandel, Schaltanlagenbau, Notstrom und Energiemanagement.
Der Rahmen
Rund 30 Minuten im Rahmen der Jubiläumsfeier zu 40 Jahren Wöhrle. 38 Folien, ein roter Faden: Im Gründungsjahr war Deutschland das Vorbild der Welt. Was ist seitdem passiert, und was liegt in unserer Hand?
„Deutschland im Wandel. Kein Unfall. Eine Entscheidung.“
Was in der Keynote passiert ist.
Rekonstruiert aus Briefing und Deck. Mitschnitte gibt es nicht, die Folien bekamen die Teilnehmenden per QR-Code.
Im Gründungsjahr dieses Unternehmens war Deutschland das Vorbild der Welt. So fing ich an. Nicht mit KI, nicht mit Investitionszahlen, sondern mit dem Jahr, in dem der Gründer sein erstes Gerät verkauft hat. Vierzig Jahre später saßen seine Mitarbeitenden, Kunden und Partner in Leinfelden-Echterdingen, und ich hatte 30 Minuten für die Frage: Was ist seitdem passiert, und was liegt in unserer Hand?
Der Auftrag war ungewöhnlich für einen KI-Keynote-Speaker: bewusst wenig KI, viel Haltung. Die Grundlage war mein Buch „Digitaler Suizid“ von 2018, fortgeschrieben auf heute. Die Brücke zum Unternehmen hat mir das Produkt geliefert. Eine USV verhindert keinen Stromausfall. Sie schaltet um, bevor es jemand merkt. Deutschland hat das Umschalten verlernt.
Die Welt ist besser geworden. Wir merken es nur nicht.
Plus zehn Jahre Lebenserwartung. Minus 60 Prozent Kindersterblichkeit. Die Welt ist in vier Jahrzehnten besser geworden, als die meisten von uns glauben. Neu ist nicht der Wandel. Neu ist das Tempo.
Dann der unbequeme Teil: der Abgleich mit dem, wovor ich 2018 gewarnt hatte. Analogistan in Staat und Verwaltung. Bildung. Fehlender Unternehmergeist. Fehlendes Wagniskapital. Vieles davon ist eingetreten. Das ist kein Grund zur Genugtuung, sondern der Beleg, dass Niedergang eine Entscheidung ist und kein Unfall.
Und trotzdem: Deutschland ist nicht kaputt
Stabiles Stromnetz, in diesem Saal ein Argument mit Gewicht. Nummer eins in Europa bei Patenten. Der Mittelstand als Fundament. Wer nur jammert, hat die Hälfte der Bilanz nicht gelesen.
Warum fällt Veränderung trotzdem so schwer? Weil Verluste doppelt so schwer wiegen wie Gewinne. Dazu habe ich meinen teuersten Fehler erzählt, das Kaviar-Startup. Fehler sind erlaubt. Stillstand nicht. Und Schumpeters schöpferische Zerstörung läuft in immer kürzeren Wellen, auch für ein Unternehmen, das seit 40 Jahren dafür sorgt, dass der Strom nicht ausfällt.
Vier Hebel, jeweils mit unserem Teil
Menschen. Unternehmertum. Staat. Bildung. Bei jedem Hebel habe ich nicht gefragt, was die Politik tun müsste, sondern was im Rahmen eines Familienunternehmens mit Kunden aus Automatisierung, Maschinenbau, Verteidigung und Medizintechnik tatsächlich geht. Machen statt reden: ein 30-Tage-Pilot statt eines 12-Monats-Strategiepapiers.
Der Schluss war keine Zusammenfassung, sondern eine Aufgabe. Was ändern wir am Montag, in unserem Rahmen? Vier konkrete Punkte für den Saal.
Beständig im Fundament. Schnell im Wandel.
Das ist der Satz, der für mich dieses Unternehmen beschreibt. Beständigkeit ist kein Gegensatz zum Wandel. Sie ist seine Voraussetzung. Wer 40 Jahre lang zuverlässig geliefert hat, hat das Fundament, um jetzt schnell zu sein.
Was ich an diesem Abend selbst gelernt habe, kam vom Gründer: zuhören. Wer eine Jubiläumsrede hält, muss vorher verstanden haben, was dieses Unternehmen getragen hat. Sonst redet man über Deutschland und meint niemanden. Was ist in Ihrem Unternehmen das Fundament, und was ändern Sie am Montag?
Was hängen blieb. Sätze aus dem Vortrag.
„Beständigkeit ist kein Gegensatz zum Wandel. Sie ist seine Voraussetzung.“
„Beständig im Fundament. Schnell im Wandel.“
„Fehler sind erlaubt. Stillstand nicht.“
Was ich aus diesem Auftritt mitgenommen habe.
Keine Erfolgsmeldung, sondern Notizen vom Rückweg. Was funktioniert hat und was ich beim nächsten Mal anders mache.
- 01
Agieren statt reagieren.
Das war die Kernbotschaft für den Gründer, der dieses Unternehmen über 40 Jahre aufgebaut hat. Eine USV reagiert nicht auf den Stromausfall, sie schaltet um, bevor es jemand merkt. Genau diese Haltung braucht der Mittelstand jetzt.
- 02
Zuhören war entscheidend.
Das habe ich vom Gründer selbst gelernt. Wer eine Jubiläumsrede für ein Familienunternehmen hält, muss vorher verstanden haben, was dieses Unternehmen über vier Jahrzehnte getragen hat. Sonst redet man über Deutschland und meint niemanden.
- 03
Drei Gruppen, ein Vortrag.
Weil Kunden, Partner und Mitarbeitende im Saal saßen, musste der Vortrag für alle drei funktionieren. Die Brücke war das Produkt: Eine USV verhindert keinen Stromausfall. Sie schaltet um. Deutschland hat das Umschalten verlernt.
Fragen zu dieser Keynote und zum Format.
Was Veranstalter fragen, die einen ähnlichen Vortrag wie bei Wöhrle Stromversorgungssysteme planen.
Warum eine Keynote ohne KI-Schwerpunkt von einem KI-Keynote-Speaker?
Weil der Anlass es verlangte. Zu einem 40-jährigen Firmenjubiläum passt kein Tool-Vortrag. Wöhrle wollte einen Überblick zur deutschen Wirtschaft mit Mut zur Veränderung als rotem Faden. Die Grundlage war mein Buch „Digitaler Suizid“ von 2018, abgeglichen mit dem, was seitdem eingetreten ist. KI kam vor, aber als eine Welle unter mehreren.
Was war die Storyline der Jubiläums-Keynote bei Wöhrle?
Im Gründungsjahr des Unternehmens war Deutschland das Vorbild der Welt. Seitdem ist die Welt besser geworden, nur merken wir es nicht. Neu ist nicht der Wandel, neu ist das Tempo. Dann der Abgleich mit den Warnungen aus „Digitaler Suizid“, der Beleg, dass Deutschland nicht kaputt ist, die Frage, warum Veränderung so schwerfällt, vier Hebel und zum Schluss: Was ändern wir am Montag, in unserem Rahmen?
Welche vier Hebel wurden für den Mittelstand genannt?
Menschen, Unternehmertum, Staat und Bildung, jeweils mit dem Teil, den ein Unternehmen selbst beeinflussen kann. Dazu die Empfehlung: Machen statt reden, ein 30-Tage-Pilot statt eines 12-Monats-Strategiepapiers. Und vier konkrete Aufgaben für den Montag danach.
Eignet sich diese Keynote auch für andere Firmenjubiläen?
Ja, die Storyline lässt sich auf jedes Gründungsjahr und jede Branche übertragen. Die Brücke zum Unternehmen wird individuell gebaut, bei Wöhrle war es die USV, die umschaltet, bevor jemand den Ausfall merkt. Entscheidend ist das Vorgespräch mit dem Gründer oder der Geschäftsführung, damit der Vortrag das Unternehmen meint und nicht nur Deutschland.
Verwandte Casesund Keynotes.
Ähnliche Veranstaltung in Planung?
Eine Keynote KI wie bei Wöhrle Stromversorgungssysteme: 30 Minuten Briefing, dann Branchenteil, Rollenbeispiele und Use Cases für Ihr Publikum. Kein Standardvortrag, kein Vertriebsgespräch.