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Case · Conference Week · Hidden Champion

Keynote KI auf Englisch: HEINZ-GLAS, From Hidden Champion to AI-Native Organization

Zweiter Besuch nach drei Jahren, und der Unterschied war gewaltig. Damals ein Einführungsworkshop mit kostenlosen ChatGPT-Accounts. Heute lesen Agenten E-Mails und bereiten Angebote vor. Ein 404 Jahre alter Hidden Champion und die Frage, wer die Tools zuerst in den Arbeitsalltag bringt.

Dr. Hubertus Porschen als Keynote Speaker KI auf der Bühne
Bühnenfoto aus einer früheren Keynote
Veranstalter
HEINZ-GLAS ↗
Anlass & Ort
Conference Week · Kloster Banz
Format
Keynote, ca. 90 Min. · Englisch
Publikum
ca. 80 internationale Führungskräfte aus drei Ebenen
Ausgangslage

Was der Veranstalter wollte. Und wer im Saal saß.

Jede Keynote KI beginnt mit einem Briefing-Gespräch. Daraus entstehen Titel, Branchenteil und Use Cases. Das war der Auftrag hier.

01

Die Aufgabe

HEINZ-GLAS hat seit 1622 viele Technologiesprünge gemeistert, getragen von Menschen, nicht von Technik. Bei KI ist es genauso: Alle Wettbewerber kaufen dieselben Tools zum selben Preis. Gewinnen werden die, die sie schneller in den Arbeitsalltag bringen. Ohne Hype, mit der Frage, was jede Führungskraft ab Montag anders macht.

02

Das Publikum

Rund 80 internationale Führungskräfte aus drei Führungsebenen und von allen Kontinenten. Das Unternehmen: 13 Generationen, rund 4.000 Mitarbeitende, 17 Standorte, 12 Länder. Von Vertrieb über Einkauf und Qualität bis Kundenservice.

03

Der Rahmen

Rund 90 Minuten auf Englisch, nach dem Networking-Lunch der Conference Week in Kloster Banz, ohne Übungen. Der zweite Besuch nach drei Jahren: Damals ein Einführungsworkshop für rund 30 Führungskräfte, heute Keynote vor 80.

Titel der Keynote

„From Hidden Champion to AI-Native Organization. The 30/70 Rule: Why Culture Decides, Not Code.“

Auf der Bühne

Was in der Keynote passiert ist.

Rekonstruiert aus Briefing und Deck. Mitschnitte gibt es nicht, die Folien bekamen die Teilnehmenden per QR-Code.

Vor drei Jahren saß ich zum ersten Mal in Kloster Banz. Rund 30 Führungskräfte von HEINZ-GLAS, Teams von vier bis acht, jeder mit Laptop und kostenlosem ChatGPT-Account. Wir übten Prompting-Taktiken und sprachen über KI und Recht. Die Leitfrage damals: Mal sehen, was es kann.

Diesmal: rund 80 Führungskräfte aus drei Ebenen und von allen Kontinenten, Conference Week, 90 Minuten auf Englisch nach dem Lunch. Im Unternehmen lesen inzwischen Agenten E-Mails, bereiten Angebote vor, prüfen Dokumente. Und die Leitfrage hat sich gedreht: Wer bringt es zuerst in den Arbeitsalltag? Ich habe diese Gegenüberstellung auf Folie zwei gelegt, weil der Unterschied in drei Jahren die ganze Keynote erklärt.

Ein 404 Jahre alter Hidden Champion

HEINZ-GLAS gibt es seit 1622. Dreizehn Generationen, rund 4.000 Mitarbeitende, 17 Standorte, zwölf Länder. Dieses Unternehmen hat mehr Technologiesprünge überlebt als jeder Wettbewerber, vom Holzofen bis zur automatisierten Linie. Jeder Umbruch war Technologie. Jeder Erfolg waren Menschen.

Genau das ist die 30/70-Regel: 30 Prozent Technologie, 70 Prozent Kultur. You can buy technology. Transformation has to be led. Belegt mit dem Stanford-Ökonomen Erik Brynjolfsson, der generative KI als Technologie beschreibt, die Arbeit wie kaum eine zuvor verändert, aber nur mit neuen Prozessen und Qualifizierung. Für einen Hidden Champion heißt das: Alle Wettbewerber kaufen dieselben Tools zum selben Preis. Die Frage ist nicht, ob. Sondern wer schneller ist.

Muss das noch ein Mensch machen?

Nach der Lage, 725 Milliarden Dollar, Roboter, exponentielles Wachstum, fast alle nutzen KI und kaum einer holt etwas heraus, kam die richtige Frage. Nicht: Wie kann KI mir helfen? Sondern: Muss das noch ein Mensch machen? Drei Zonen, ChatGPT ist kein Google, der beste Praktikant der Welt. If you don’t lead AI, you don’t get intelligence. You get mediocrity at high speed.

Führung verändert sich: von der Führungskraft mit Team zur Orchestrierung. Das KOMPASS-Modell mit drei Fragen, bevor KI an Kundendaten darf. Die KI-Richtlinie jetzt, nicht perfekt. Und Shadow AI, weil in zwölf Ländern längst Werkzeuge im Einsatz sind, von denen die Zentrale nichts weiß. Verbieten heißt nicht hinsehen.

Die Zyklen werden kürzer

Sechs Kondratjew-Wellen, von 60 auf rund 25 Jahre. Für ein Unternehmen, das 404 Jahre alt ist, ist das keine Theorie, sondern Familiengeschichte. Neu ist nur: KI ist die erste Technologie, die sich selbst beschleunigt. Die Dampfmaschine hat keine besseren Dampfmaschinen erfunden.

Dann die Neuverteilung der Arbeit. Traktor statt Pferd, die Tastatur ist das Pferd von heute. Gezeigt am Angebot: wie es heute entsteht und wie es morgen entsteht, wenn ein Agent die Anfrage liest, die Historie zieht und den Entwurf baut. The role stays. The tasks move.

Und bei HEINZ-GLAS?

Drei Use Cases aus meiner Praxis: Voice, der Verhandlungs-Coach im Einkauf, RITA. Dann fünf Startpunkte für das Haus: Angebotsanfragen. Kundenservice-Postfach und Auftragsbestätigungen. Verhandlungsvorbereitung. Reklamationsanalyse. Regulierungsradar. Keiner davon braucht ein IT-Projekt, jeder braucht eine Führungskraft, die ihn verantwortet.

Zum Schluss die sieben teuersten Fehler, das KI-Betriebssystem mit fünf Ebenen und das Enablement. Anpassungsfähigkeit schlägt Wissen. Was tun Sie, um die nächste Welle zu reiten?

Asien spricht mit seinem Auto

Die spannendste Erkenntnis des Tages kam nicht von mir. Teilnehmende aus Asien erzählten, wie selbstverständlich sie mit ihrem Auto sprechen und KI viel stärker wie einen Menschen behandeln. Dort ist akzeptiert, dass Veränderung zum Leben gehört. Bei uns sind die Bedenken deutlich größer.

Für ein Unternehmen in zwölf Ländern ist das die eigentliche Führungsaufgabe: die Offenheit der einen Kultur für die anderen nutzbar machen. Welche Ihrer Standorte sind schon weiter als die Zentrale, und wer fragt sie danach?

Kernsätze

Was hängen blieb. Sätze aus dem Vortrag.

„If you don't lead AI, you don't get intelligence. You get mediocrity at high speed.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei HEINZ-GLAS

„You can buy technology. Transformation has to be led.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei HEINZ-GLAS

„The role stays. The tasks move.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei HEINZ-GLAS

„Die Frage ist nicht, ob. Sondern wer schneller ist.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei HEINZ-GLAS
Erkenntnisse

Was ich aus diesem Auftritt mitgenommen habe.

Keine Erfolgsmeldung, sondern Notizen vom Rückweg. Was funktioniert hat und was ich beim nächsten Mal anders mache.

  1. 01

    Drei Jahre, ein anderes Unternehmen.

    Vom Ausprobieren mit Gratis-Accounts zu Agenten im Tagesgeschäft. Beim ersten Besuch saßen Teams von vier bis acht mit Laptop und kostenlosem ChatGPT-Konto, Thema Prompting-Taktiken. Heute lesen Agenten E-Mails, bereiten Angebote vor, prüfen Dokumente. Die Leitfrage hat sich gedreht: von „Mal sehen, was es kann“ zu „Wer bringt es zuerst in den Arbeitsalltag?“

  2. 02

    Asien spricht mit seinem Auto.

    Teilnehmende aus Asien erzählten, wie selbstverständlich sie mit ihrem Auto sprechen und KI viel stärker wie einen Menschen behandeln. Dort ist längst akzeptiert, dass Veränderung zum Leben gehört. Bei uns sind die Bedenken deutlich größer.

  3. 03

    Der kulturelle Unterschied war die Erkenntnis des Tages.

    Nicht die Technik trennt die Standorte, sondern der Umgang mit Veränderung. Für ein Unternehmen in zwölf Ländern ist das die eigentliche Führungsaufgabe: die Offenheit der einen Kultur für die anderen nutzbar machen.

FAQ

Fragen zu dieser Keynote und zum Format.

Was Veranstalter fragen, die einen ähnlichen Vortrag wie bei HEINZ-GLAS planen.

Was bedeutet die 30/70-Regel in der Keynote für HEINZ-GLAS?

30 Prozent Technologie, 70 Prozent Kultur. Technologie kauft man, Transformation führt man. Belegt mit zwei Zitaten des Stanford-Ökonomen Erik Brynjolfsson: Generative KI verändert Arbeit wie kaum eine Technologie zuvor, aber nur mit neuen Prozessen und Qualifizierung. Für HEINZ-GLAS hieß das: Jeder Umbruch seit 1622 war Technologie, jeder Erfolg waren Menschen.

Welche KI-Startpunkte wurden für HEINZ-GLAS gezeigt?

Fünf Startpunkte unter dem Titel „Und bei HEINZ-GLAS?“: Angebotsanfragen, Kundenservice-Postfach und Auftragsbestätigungen, Verhandlungsvorbereitung, Reklamationsanalyse und ein Regulierungsradar. Dazu drei Use Cases aus meiner eigenen Praxis: Voice, der Verhandlungs-Coach im Einkauf und RITA als Recruiting-Agent.

Was hat sich zwischen dem ersten und dem zweiten Besuch verändert?

Vor drei Jahren: Einführungsworkshop für rund 30 Führungskräfte, Teams mit Laptop und kostenlosem ChatGPT-Account, Prompting-Taktiken und KI und Recht, Leitfrage „Mal sehen, was es kann“. Heute: Keynote vor rund 80 Führungskräften, Agenten lesen E-Mails und bereiten Angebote vor, die Tools kosten für jeden Wettbewerber dasselbe, Leitfrage „Wer bringt es zuerst in den Arbeitsalltag?“

Wie läuft eine 90-minütige KI-Keynote auf Englisch ohne Übungen?

Mit Erzählung statt Theorie. Der Bogen reicht von der Lage über die richtige Frage „Muss das noch ein Mensch machen?“, die 30/70-Regel, Führung als Orchestrierung mit KOMPASS-Modell, kürzere Zyklen, die Neuverteilung von Arbeit bis zu den sieben teuersten Fehlern und dem KI-Betriebssystem. Die Rollenbeispiele und Use Cases kommen aus dem Unternehmen, deshalb bleibt es 90 Minuten konkret.

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