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Case · Firmenjubiläum · Homecare

Keynote KI zum Firmenjubiläum: 10 Jahre nova:med

Zehn Jahre Homecare, Beatmung und Hilfsmittel, ein Abend mit Mitarbeitenden, Kunden und Partnern. Die Aufgabe: zeigen, wo KI heute steht und was damit in der außerklinischen Versorgung möglich ist. Ohne dass jemand eine Maske per Chatbot einstellt.

Dr. Hubertus Porschen als Keynote Speaker KI auf der Bühne
Bühnenfoto aus einer früheren Keynote
Veranstalter
nova:med ↗
Anlass & Ort
10-jähriges Firmenjubiläum · Hersbruck bei Nürnberg
Format
Abend-Keynote, ca. 30 Min. · Deutsch
Publikum
Mitarbeitende, Kunden und Partner
Ausgangslage

Was der Veranstalter wollte. Und wer im Saal saß.

Jede Keynote KI beginnt mit einem Briefing-Gespräch. Daraus entstehen Titel, Branchenteil und Use Cases. Das war der Auftrag hier.

01

Die Aufgabe

Jubiläums-Keynote am Abend. Ziel war, den aktuellen Stand der KI zu zeigen und was damit möglich ist: Use Cases für Kunden und Partner ebenso wie für die eigenen Mitarbeitenden. Kein Fachvortrag, sondern ein Blick auf die nächsten zehn Jahre.

02

Das Publikum

Mitarbeitende, Kunden und Partner eines stark gewachsenen Anbieters für außerklinische Versorgung und Homecare: Beatmung, Sauerstoff, Schlafmedizin, Hilfsmittel. Drei Gruppen, drei Erwartungen, ein Raum.

03

Der Rahmen

Rund 30 Minuten im Rahmen der Jubiläumsfeier in Hersbruck bei Nürnberg. Kurz genug für einen Festabend, konkret genug, dass die Partner am Tisch danach über ihre eigenen Prozesse sprachen.

Titel der Keynote

„Die nächsten zehn Jahre. Was KI bei uns verändert.“

Auf der Bühne

Was in der Keynote passiert ist.

Rekonstruiert aus Briefing und Deck. Mitschnitte gibt es nicht, die Folien bekamen die Teilnehmenden per QR-Code.

Zehn Jahre nova:med. Ein Abend in Hersbruck bei Nürnberg, im Saal Mitarbeitende, Kunden und Partner. Drei Gruppen, drei Erwartungen. Die Mitarbeitende will wissen, was mit ihrer Arbeit passiert. Der Kunde will wissen, was sich für ihn verbessert. Der Partner will wissen, wo er andocken kann. Dreißig Minuten für alle drei.

Der Titel war Programm: Die nächsten zehn Jahre. Was KI bei uns verändert. Nicht die Rückschau, sondern die Frage, ob das Unternehmen den nächsten Wandel genauso schafft wie die letzten.

Mehr Patienten, mehr Papier, weniger Hände

Der Einstieg war die Lage, erst global, dann in der Branche. 725 Milliarden Dollar KI-Investitionen von vier US-Konzernen in einem Jahr, mehr als der deutsche Bundeshaushalt. Über die Hälfte aller neuen Industrieroboter steht in China.

Und in der Hilfsmittelversorgung: 12,1 Milliarden Euro GKV-Ausgaben. 81 Prozent der Beschäftigten fürchten Folgen des Fachkräftemangels. Mehr Patienten, mehr Papier, weniger Hände. Mein Satz dazu: Wir werden keine Infrastruktur-Weltmeister. Aber Anwendungs-Weltmeister. Die Entscheidung fällt nicht in Berlin, sondern in Ihrem Betrieb.

Muss das noch ein Mensch machen?

Die meisten fragen: Wie kann KI mir helfen? Die bessere Frage lautet: Muss das noch ein Mensch machen? Daraus ergeben sich drei Zonen. Mensch: Empathie, finale Entscheidung, Kreation. Mensch plus KI: Analyse mit Urteil, Qualitätskontrolle, Planung. KI: Routine, Datenverarbeitung, rund um die Uhr. Der Hebel liegt in der Mitte.

Dazu das Bild vom besten Praktikanten der Welt: Er kann anfangs nichts, braucht Einarbeitung und bleibt ohne Führung mittelmäßig. Wer KI nicht führt, bekommt keine Intelligenz, sondern Mittelmaß in Hochgeschwindigkeit.

Niemand stellt eine Maske per Chatbot ein

Die Neuverteilung der Arbeit habe ich an der Homecare-Fachkraft Beatmung gezeigt. Die Arbeit am Patienten bleibt. Niemand stellt eine Maske per Chatbot ein. Was die KI abnimmt, ist die Stunde Dokumentation am Abend. In der Auftragsannahme übernimmt die KI sechs von elf Tätigkeiten. Die Rolle bleibt. Die Tätigkeiten wandern.

Bevor KI an Patientendaten darf, gehören drei Fragen aus dem KOMPASS-Modell beantwortet: Dürfen die Daten dahin? Wer gibt frei? Kann man belegen, wie das Ergebnis zustande kam? In der außerklinischen Versorgung ist das die Eintrittskarte, nicht die Kür.

Sechs Use Cases für nova:med

Konkret für das Haus und seine Partner: der Verordnungscheck. Kostenvoranschlag und Kassenkommunikation. Ein Telefonassistent für Patienten. Ein Wissensassistent für Hilfsmittelverträge. Die Frühwarnung bei Therapieabbruch bei CPAP und Beatmung. Und ein Verordner-Service. Bei allen gilt dasselbe Prinzip: Input rein, Output raus, ein Mensch prüft.

Zum Schluss die fünf Stufen bis zur hybriden Belegschaft: Exploration, Strukturierung, Integration, Delegation, Orchestrierung. Strategie von oben, Energie von unten.

Anpassung schlägt Wissen

Der letzte Gedanke gehörte dem Jubiläum. Wer heute lernt, lernt nie aus. Ein Unternehmen, das sich in zehn Jahren so oft gewandelt hat wie nova:med, hat das verstanden, lange bevor es KI gab. Anpassung schlägt Wissen.

Was mich an diesem Abend überrascht hat: Viele Partner erzählten mir beim Essen, wie sie ihre Dienstleistungen und ihr Geschäftsmodell längst verändert haben. Die Keynote hat kein Thema eröffnet. Sie hat Gespräche ausgelöst, die fällig waren. Welche Stunde Dokumentation würden Sie Ihren Fachkräften als erste abnehmen?

Kernsätze

Was hängen blieb. Sätze aus dem Vortrag.

„Wer KI nicht führt, bekommt keine Intelligenz, sondern Mittelmaß in Hochgeschwindigkeit.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei nova:med

„Die Rolle bleibt. Die Tätigkeiten wandern.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei nova:med

„Niemand stellt eine Maske per Chatbot ein. KI nimmt die Stunde Dokumentation am Abend ab.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei nova:med

„Anpassung schlägt Wissen.“

Dr. Hubertus Porschen · Keynote bei nova:med
Erkenntnisse

Was ich aus diesem Auftritt mitgenommen habe.

Keine Erfolgsmeldung, sondern Notizen vom Rückweg. Was funktioniert hat und was ich beim nächsten Mal anders mache.

  1. 01

    Wandlungsfähigkeit ist das eigentliche Produkt.

    Ein beeindruckendes Unternehmen. Spannend zu sehen, wie oft es sich in zehn Jahren schon gewandelt hat. Wettbewerbsfähig ist es genau durch diese Wandlungsfähigkeit, und die braucht es jetzt beim Thema KI noch einmal.

  2. 02

    Die Partner waren schon unterwegs.

    Viele Partner erzählten am Abend, wie sie ihre Dienstleistungen, ihre Produkte und ihr ganzes Geschäftsmodell bereits verändert haben. Die Keynote hat kein Thema eröffnet, sondern Gespräche ausgelöst, die längst fällig waren.

  3. 03

    Drei Gruppen, ein Vortrag.

    Mitarbeitende wollen wissen, was mit ihrer Arbeit passiert. Kunden wollen wissen, was sich für sie verbessert. Partner wollen wissen, wo sie andocken. Ein Jubiläumsvortrag muss alle drei Fragen in 30 Minuten beantworten, sonst verliert er zwei Drittel des Saals.

FAQ

Fragen zu dieser Keynote und zum Format.

Was Veranstalter fragen, die einen ähnlichen Vortrag wie bei nova:med planen.

Passt eine Keynote KI zu einem Firmenjubiläum?

Ja, wenn sie nach vorne schaut statt zurück. Bei nova:med war der Titel „Die nächsten zehn Jahre. Was KI bei uns verändert.“ Die Rückschau auf zehn Jahre Wachstum war der Beleg, dass das Unternehmen Wandel kann. Die Keynote hat gezeigt, wie der nächste Wandel aussieht, konkret an den Rollen und Prozessen der Hilfsmittelversorgung.

Welche KI-Use-Cases wurden für Homecare und Hilfsmittelversorgung gezeigt?

Sechs Use Cases für nova:med: Verordnungscheck, Kostenvoranschlag und Kassenkommunikation, Telefonassistent für Patienten, Wissensassistent für Hilfsmittelverträge, Frühwarnung bei Therapieabbruch bei CPAP und Beatmung sowie ein Verordner-Service. Prinzip bei allen: Input rein, Output raus, ein Mensch prüft.

Wie wurde die Arbeit einer Homecare-Fachkraft in der Keynote dargestellt?

Als Zerlegung der Rolle in Tätigkeiten. Niemand stellt eine Beatmungsmaske per Chatbot ein, die Arbeit am Patienten bleibt beim Menschen. Die KI nimmt die Stunde Dokumentation am Abend ab. In der Auftragsannahme übernimmt KI sechs von elf Tätigkeiten. Die Rolle bleibt, die Tätigkeiten wandern.

Was braucht eine KI, bevor sie an Patientendaten darf?

Drei Fragen aus dem KOMPASS-Modell, bevor KI an Patientendaten darf: Dürfen die Daten dahin? Wer gibt frei? Kann man belegen, wie das Ergebnis zustande kam? In der außerklinischen Versorgung ist das keine Formalie, sondern die Bedingung dafür, dass der Verordner-Service oder die Frühwarnung bei Therapieabbruch überhaupt eingesetzt werden dürfen.

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