„Die größte Hürde ist nicht die Technologie. Die größte Hürde ist der Mensch.“
Keynote KI beim Kundenevent: STORK Umweltdienste, von der Asche bis zum Blech
Müll, Asche, Metall, Schmelzwerk, Blech. Der rote Faden war die Wertschöpfungskette, und jeder im Saal saß irgendwo darin. Ein Familienunternehmen aus Magdeburg, das Metalle aus Müllverbrennungsasche zurückgewinnt, hatte seine Kunden zu Fachvorträgen und Golfturnier geladen.
- Veranstalter
- STORK Umweltdienste ↗
- Anlass & Ort
- Kundenevent in der Motorworld Mallorca · Mallorca
- Format
- Fachvortrag beim Kundenevent · Deutsch
- Publikum
- Kunden und Partner aus Entsorgung, Metallhandel und Anlagenbau
Was der Veranstalter wollte. Und wer im Saal saß.
Jede Keynote KI beginnt mit einem Briefing-Gespräch. Daraus entstehen Titel, Branchenteil und Use Cases. Das war der Auftrag hier.
Die Aufgabe
Das Familienunternehmen aus Magdeburg gewinnt Metalle aus Müllverbrennungsasche zurück. Zum jährlichen Kundenevent gehörten Fachvorträge und ein Golfturnier. Die Keynote sollte Kunden und Partnern aus der ganzen Kette zeigen, wo KI bei ihnen konkret ansetzt.
Das Publikum
Kunden und Partner: Betreiber von Müllverbrennungsanlagen und Entsorger, Metallabnehmer wie Schmelzwerke, Händler und Aluminiumverarbeiter, Maschinen- und Anlagenbauer, vereinzelt Steuerberater und Anwälte. Inhaber, angestellte Geschäftsführer und Fremd-Geschäftsführer.
Der Rahmen
Fachvortrag beim Kundenevent in der Motorworld Mallorca. Standard-Deck mit angepassten Branchenfolien, Du-Ansprache, interaktiv nach Clustern: Jeder von euch sitzt irgendwo in dieser Kette.
„KI im Mittelstand. Von der Asche bis zum Blech.“
Was in der Keynote passiert ist.
Rekonstruiert aus Briefing und Deck. Mitschnitte gibt es nicht, die Folien bekamen die Teilnehmenden per QR-Code.
Müll. Asche. Metall. Schmelzwerk. Blech. Fünf Worte, eine Kette, und jeder im Saal der Motorworld Mallorca saß irgendwo darin. Die STORK-Gruppe aus Magdeburg gewinnt Metalle aus Müllverbrennungsasche zurück, ein Familienunternehmen, das zum jährlichen Kundenevent Fachvorträge und ein Golfturnier kombiniert. Vor mir: Betreiber von Müllverbrennungsanlagen, Entsorger, Schmelzwerke, Metallhändler, Anlagenbauer, dazu vereinzelt Steuerberater und Anwälte. Inhaber neben Fremd-Geschäftsführern.
Der Titel: KI im Mittelstand. Von der Asche bis zum Blech. Du-Ansprache, interaktiv nach Clustern. Mein erster Satz nach der Begrüßung: Jeder von euch sitzt irgendwo in dieser Kette.
Der Rohstoff ist da. Das Nadelöhr sitzt woanders.
Die Lage in der Kreislaufwirtschaft, aus dem Deck: Jedes Jahr werden 25 Millionen Tonnen Abfall verbrannt, rund 600.000 Tonnen Metalle kommen zurück. Die Verwertungsquote der aufbereiteten Asche liegt unter 75 Prozent und sinkt. Im Maschinenbau sinkt die Produktion um zwei Prozent, trotz fünf Prozent mehr Auftragseingang.
Die Schlussfolgerung für diese Branche: KI setzt dort an, wo Zeit und Köpfe fehlen. Sie holt mehr aus der gleichen Menge, belegt Qualität und beschleunigt den Durchlauf. Nicht mehr Asche, sondern mehr aus der Asche.
Automatisiert. Trotzdem persönlich.
Eingestiegen bin ich mit RITA, dem Recruiting-Agenten von AI Transformation Partners, weil er die Frage beantwortet, die bei Inhabern als erste kommt: Wo bleibt der Mensch? Ein Agent begleitet jede Stelle und jede Bewerbung, der Mensch führt die Gespräche und entscheidet. Danach die Standardelemente: die Lage, die richtige Frage, Führung, Zyklen, Neuverteilung. Muss das noch ein Mensch machen, statt wie kann KI mir helfen.
Für das KOMPASS-Modell gab es drei Fragen für die Kette: Personal-, Produktions- und Metalldaten sind Betriebskapital. Nachweise nach Abfallrecht bereitet die KI vor, freigeben muss ein Mensch. Behörden, Abnehmer und der EU AI Act verlangen Nachvollziehbarkeit.
Weg fällt das Abtippen, nicht der Mensch
Drei Rollen aus der Kette. Die Disposition: Von elf Tätigkeiten fallen fünf weg, nämlich Liefer- und Wiegescheine erfassen, Analysezertifikate prüfen, Nachweise abgleichen, Standardanfragen beantworten und Berichte zusammenstellen. Weg fällt das Abtippen und Abgleichen. Nicht der Mensch.
Die Servicetechnik für Aufbereitungsanlagen: KI liest Störmeldungen aus, recherchiert Handbücher und Ersatzteile und schreibt Berichte. Vor Ort prüfen, reparieren und beraten bleibt menschlich. Das Wissen der erfahrenen Techniker wird nicht ersetzt. Es wird gesichert und verfügbar gemacht.
Die Geschäftsführung: Die KI bereitet Kennzahlen, Markt- und Preisberichte, Protokolle und den Gesellschafterbericht vor. Die Geschäftsführung entscheidet, nimmt auch die Skeptiker mit und legt fest, wer KI im Haus verantwortet.
Sechs Use Cases für deine Stelle in der Kette
Der Posteingangs-Entlaster. Der Nachweis-Autopilot. Der Preis- und Qualitätsradar für Metallabnehmer. Der Wissens-Techniker für Anlagenbauer. Der Mandanten-Vorbereiter für Kanzleien. Und die Röntgenaugen am Band: Kamera und KI erkennen Störstoffe im Stoffstrom. Keine Fantasie-Roboter. Fünf davon starten ohne IT-Projekt.
Den Nachweis-Autopiloten habe ich durchgerechnet, mit offen gelegten Annahmen: Dokumente kommen als PDF oder Foto, die KI prüft und markiert Abweichungen, der Mensch gibt die auffälligen frei. 40 Dokumente am Tag mal 10 Minuten sind 6,7 Stunden. Halbierte Prüfzeit spart rund 730 Stunden im Jahr.
Es gibt keine Wunder
Drei Sätze aus dem Erstgespräch mit STORK, die ich in die Keynote mitgenommen habe, weil sie die Haltung dieses Unternehmens treffen: Die größte Hürde ist nicht die Technologie, die größte Hürde ist der Mensch. KI ist kein Werkzeug, es ist eine komplett neue Arbeitsweise. Es ist ein Change, und es gibt keine Wunder. Der Weg dahin ist harte Führungsarbeit.
Das passt zu einem Familienunternehmen, das aus Asche Metall macht. Niemand dort glaubt an Zauberei. Wo in deiner Kette sitzt das Nadelöhr, das kein Rohstoff und keine Maschine ist, sondern Zeit?
Was hängen blieb. Sätze aus dem Vortrag.
„KI ist kein Werkzeug. Es ist eine komplett neue Arbeitsweise.“
„Es ist ein Change und es gibt keine Wunder. Der Weg dahin ist harte Führungsarbeit.“
„Keine Fantasie-Roboter. Fünf davon starten ohne IT-Projekt.“
Was ich aus diesem Auftritt mitgenommen habe.
Keine Erfolgsmeldung, sondern Notizen vom Rückweg. Was funktioniert hat und was ich beim nächsten Mal anders mache.
- 01
Der Rohstoff ist da. Das Nadelöhr sitzt woanders.
Jedes Jahr werden 25 Millionen Tonnen Abfall verbrannt, rund 600.000 Tonnen Metalle kommen zurück. Die Verwertungsquote der aufbereiteten Asche liegt unter 75 Prozent und sinkt. KI setzt dort an, wo Zeit und Köpfe fehlen: Sie holt mehr aus der gleichen Menge, belegt Qualität und beschleunigt den Durchlauf.
- 02
Weg fällt das Abtippen, nicht der Mensch.
In der Disposition fallen fünf von elf Tätigkeiten weg: Liefer- und Wiegescheine erfassen, Analysezertifikate prüfen, Nachweise abgleichen, Standardanfragen beantworten, Berichte zusammenstellen. Das ist die Arbeit, die niemand vermissen wird.
- 03
Erfahrungswissen wird gesichert, nicht ersetzt.
Die Servicetechnik für Aufbereitungsanlagen lebt vom Wissen der erfahrenen Techniker. KI liest Störmeldungen aus, recherchiert Handbücher und Ersatzteile, schreibt Berichte. Vor Ort prüfen, reparieren und beraten bleibt menschlich. Das Wissen wird verfügbar gemacht, bevor es in Rente geht.
Fragen zu dieser Keynote und zum Format.
Was Veranstalter fragen, die einen ähnlichen Vortrag wie bei STORK Umweltdienste planen.
Wie funktioniert eine Keynote KI bei einem Kundenevent mit gemischtem Publikum?
Über die Wertschöpfungskette als roten Faden. Beim Kundenevent von STORK saßen Betreiber von Müllverbrennungsanlagen, Entsorger, Schmelzwerke, Metallhändler, Anlagenbauer und einzelne Berater im Saal. Jeder sitzt irgendwo in der Kette von der Asche bis zum Blech, und für jede Stelle in der Kette gab es einen Use Case. So hört niemand einen Vortrag für die anderen.
Welche KI-Use-Cases wurden für die Kreislaufwirtschaft gezeigt?
Sechs Use Cases für die eigene Stelle in der Kette: der Posteingangs-Entlaster, der Nachweis-Autopilot für Abfallrecht, der Preis- und Qualitätsradar für Metallabnehmer, der Wissens-Techniker für Anlagenbauer, der Mandanten-Vorbereiter für Kanzleien und die Röntgenaugen am Band, bei denen Kamera und KI Störstoffe im Stoffstrom erkennen. Keine Fantasie-Roboter, fünf davon starten ohne IT-Projekt.
Wie wurde der Nachweis-Autopilot durchgerechnet?
Dokumente kommen als PDF oder Foto, die KI prüft und markiert Abweichungen, der Mensch gibt die auffälligen frei. Beispielrechnung unter Annahmen: 40 Dokumente am Tag mal 10 Minuten sind 6,7 Stunden. Eine halbierte Prüfzeit spart rund 730 Stunden im Jahr. Nachweise nach Abfallrecht bereitet die KI vor, freigeben muss ein Mensch, weil Behörden, Abnehmer und der EU AI Act Nachvollziehbarkeit verlangen.
Passt eine KI-Keynote zu einem Kundenevent mit Golfturnier?
Ja, wenn sie kurz, konkret und auf Du ist. Ein Kundenevent ist keine Schulung. Die Keynote muss Gesprächsstoff für den Abend und den Golfplatz liefern: ein Bild, das hängen bleibt, und drei Use Cases, über die zwei Geschäftsführer am Tisch streiten können. Der Standardteil wurde deshalb gestrafft, der Branchenteil ausgebaut.
Verwandte Casesund Keynotes.
Ähnliche Veranstaltung in Planung?
Eine Keynote KI wie bei STORK Umweltdienste: 30 Minuten Briefing, dann Branchenteil, Rollenbeispiele und Use Cases für Ihr Publikum. Kein Standardvortrag, kein Vertriebsgespräch.